Vasari-Korridor
1565 fand die Hochzeit zwischen Francesco I de’ Medici, Sohn vom Großherzog Cosimo I, und Giovanna von Österreich statt. Cosimo I hatte erst vor kurzem den Palazzo Pitti erworben, um daraus die neue Residenz der Midici-Familie zu machen. Allerdings sah er die Notwendigkeit eines Durchganges zwischen Palast und Parlament (befand sich in den Uffizien), ohne auf den Stadtstraßen zu gehen. Über den überfüllten Ponte Vecchio zu laufen, geeignet für Attentate, war für die Herzogsfamilie zu gefährlich geworden.
Zum Anlass der Hochzeitsfeierlichkeiten beauftragte der Großherzog Vasari mit dem Bau des Verbindungskorridors zwischen Palazzo Pitti und den Uffizien. Dieser Korridor, der in nur sechs Monaten erbaut wurde, führt über den Ponte Vecchio mit den typischen Goldschmiedeläden.
Der Korridor ist auch vom Ponte Vecchio aus sichtbar, vor allem an einem Punkt, wo er an der Fassade eines antiken Gebäudes gebaut wurde. Von Innen gesehen bildet der Korridor eine Enge, damit nur zwei Personen den Durchgang sperren und beschützen konnten. Die Überlieferung sagt uns, dass die Eigentümer sich weigerten einen Teil ihres Eigentums für den Bau des Korridors abzugeben und sich gegen den Großherzog stellten.
Der Korridor wurde mit einer großen Gemäldesammlung geschmückt.
Um den Korridor zu besichtigen, muss frühzeitig gebucht werden. Falls ein Durchgang nicht möglich ist kann man dem Korridor von außen, ab den Uffizien bis zum Palazzo Pitti folgen.
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